Fellpflege beim Labrador – So bleibt das Fell gesund und glänzend
Der Labrador Retriever gehört zu den beliebtesten Familienhunden. Sein freundliches Wesen, seine Intelligenz und seine robuste Art machen ihn zu einem idealen Begleiter für Familien, aktive Menschen und Hundeliebhaber. Doch auch wenn das Fell des Labradors auf den ersten Blick pflegeleicht wirkt, sollte die regelmäßige Fellpflege nicht unterschätzt werden.
Labradore haben ein kurzes, dichtes Fell mit Unterwolle. Dadurch sind sie gut vor Kälte, Nässe und Schmutz geschützt. Gleichzeitig bedeutet diese Fellstruktur aber auch, dass Labradore das ganze Jahr über Haare verlieren – besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.
Mit der richtigen Fellpflege bleibt das Fell deines Labradors gesund, glänzend und sauber. Außerdem kannst du lose Haare reduzieren, Hautprobleme früh erkennen und deinem Hund gleichzeitig eine angenehme Pflegeroutine bieten.

Welche Fellstruktur hat ein Labrador?
Der Labrador besitzt ein sogenanntes Stockhaar. Dieses besteht aus kurzem Deckhaar und dichter Unterwolle. Das Deckhaar schützt vor Schmutz und Feuchtigkeit, während die Unterwolle den Hund vor Kälte isoliert.
Diese Fellstruktur stammt aus der ursprünglichen Nutzung des Labradors als Apportierhund. Labradore wurden gezüchtet, um auch bei schlechtem Wetter und im Wasser zuverlässig arbeiten zu können. Deshalb ist ihr Fell wasserabweisend, dicht und widerstandsfähig.
Typisch für das Labradorfell sind:
- kurzes, dichtes Deckhaar
- weiche und isolierende Unterwolle
- wasserabweisende Fellstruktur
- regelmäßiger Haarverlust über das ganze Jahr
- stärkerer Fellwechsel im Frühjahr und Herbst
Auch wenn Labradore keine langen Haare haben, bedeutet das nicht, dass sie keine Pflege brauchen. Gerade die Unterwolle kann sich lösen und im Haus, auf Kleidung oder Möbeln verteilen.
Wie oft sollte man einen Labrador bürsten?
Ein Labrador sollte regelmäßig gebürstet werden. Im normalen Alltag reicht es meist aus, den Hund ein- bis zweimal pro Woche gründlich zu bürsten. Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein.
Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare und abgestorbene Unterwolle zu entfernen. Gleichzeitig wird die Haut leicht massiert und die natürlichen Hautfette werden besser im Fell verteilt. Dadurch kann das Fell gesünder und glänzender wirken.
Empfehlung für die Fellpflege:
- außerhalb des Fellwechsels: 1–2 Mal pro Woche bürsten
- während des Fellwechsels: möglichst täglich bürsten
- nach Waldspaziergängen: Fell auf Schmutz, Zecken und Kletten kontrollieren
- nach dem Schwimmen: Fell trocknen und bei Bedarf ausbürsten
Viele Labrador-Besitzer unterschätzen, wie stark Labradore haaren können. Wer regelmäßig bürstet, reduziert nicht nur lose Haare in der Wohnung, sondern unterstützt auch die Hautgesundheit des Hundes.

Welche Bürste eignet sich für Labradore?
Für die Fellpflege beim Labrador eignen sich vor allem Bürsten, die lose Unterwolle entfernen, ohne die Haut zu reizen. Da Labradore kurzes, aber dichtes Fell haben, ist nicht jede Hundebürste optimal.
| Pflegewerkzeug | Geeignet für | Vorteil |
|---|---|---|
| Unterwollbürste | Fellwechsel | Entfernt lose Unterwolle besonders effektiv |
| Gummibürste | Alltagspflege | Sanft zur Haut und gut für kurze Pflegeeinheiten |
| Fellstriegel | Dichtes Fell | Löst Haare und massiert die Haut |
| Pflegehandschuh | Empfindliche Hunde | Angenehm und gut für Hunde, die Bürsten nicht mögen |
Für viele Labradore ist eine Kombination aus Gummibürste und Unterwollbürste ideal. Die Gummibürste eignet sich für die regelmäßige Pflege im Alltag, während die Unterwollbürste besonders im Fellwechsel hilfreich ist.
Wichtig ist, nicht zu aggressiv zu bürsten. Zu starker Druck kann die Haut reizen. Die Fellpflege sollte angenehm und ruhig ablaufen, damit der Labrador sie positiv verknüpft.
Fellwechsel beim Labrador
Der Fellwechsel beim Labrador findet vor allem im Frühjahr und Herbst statt. In dieser Zeit verliert der Hund besonders viel Unterwolle. Das ist ein natürlicher Prozess und kein Grund zur Sorge.
Im Frühjahr wird das dichte Winterfell abgestoßen. Im Herbst bereitet sich der Körper auf die kältere Jahreszeit vor. Bei vielen Labradoren, die überwiegend im Haus leben, kann der Fellwechsel weniger klar abgegrenzt sein. Sie haaren dann oft das ganze Jahr über.
Faktoren, die den Haarverlust beeinflussen können:
- Jahreszeit
- Temperatur und Heizungsluft
- Ernährung
- Gesundheitszustand
- Stress
- Alter des Hundes
Wenn dein Labrador plötzlich extrem viel Fell verliert, kahle Stellen bekommt oder sich häufig kratzt, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären. Normaler Fellwechsel ist gleichmäßig, während Hautprobleme oft mit Juckreiz, Rötungen oder Schuppen verbunden sind.

Sollte man einen Labrador baden?
Ein Labrador muss nicht regelmäßig gebadet werden. Sein Fell besitzt eine natürliche Schutzschicht, die Schmutz und Feuchtigkeit abweist. Zu häufiges Baden kann diese Schutzschicht angreifen und die Haut austrocknen.
Ein Bad ist nur dann sinnvoll, wenn der Hund stark verschmutzt ist, unangenehm riecht oder mit problematischen Stoffen in Kontakt gekommen ist. Nach normalem Schwimmen oder Spaziergängen reicht häufig klares Wasser oder gründliches Abtrocknen aus.
Beim Baden solltest du auf folgende Punkte achten:
- nur mildes Hundeshampoo verwenden
- kein Shampoo für Menschen benutzen
- gründlich ausspülen
- den Hund gut abtrocknen
- nicht zu häufig baden
Wenn dein Labrador häufig unangenehm riecht, kann das auch auf Hautprobleme, Ohrenprobleme oder falsche Ernährung hinweisen. In diesem Fall sollte nicht einfach häufiger gebadet werden, sondern die Ursache geklärt werden.
Ernährung und gesundes Fell
Gesundes Fell beginnt nicht nur bei der äußeren Pflege, sondern auch bei der Ernährung. Ein Labrador, der hochwertig ernährt wird, hat meist ein kräftigeres, glänzenderes Fell und eine gesündere Haut.
Wichtige Nährstoffe für Haut und Fell sind:
- hochwertige Proteine
- Omega-3-Fettsäuren
- Omega-6-Fettsäuren
- Zink
- Biotin
- ausreichend Wasser
Stumpfes Fell, Schuppen oder starker Juckreiz können auf eine ungeeignete Ernährung, Allergien oder andere gesundheitliche Probleme hinweisen. Besonders Labradore neigen außerdem zu Übergewicht. Auch das kann sich indirekt auf Haut, Fell und allgemeines Wohlbefinden auswirken.
Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zur Ernährung beim Labrador.
Typische Fehler bei der Fellpflege
Auch bei der einfachen Fellpflege können Fehler passieren. Viele davon entstehen aus Unsicherheit oder gut gemeinter Überpflege.
Zu seltenes Bürsten
Wer seinen Labrador nur selten bürstet, muss meist mit deutlich mehr Haaren in der Wohnung rechnen. Besonders während des Fellwechsels sollte lose Unterwolle regelmäßig entfernt werden.
Zu häufiges Baden
Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen und Juckreiz begünstigen. Labradore brauchen normalerweise keine regelmäßigen Vollbäder.
Falsche Bürsten
Zu harte oder ungeeignete Bürsten können die Haut reizen. Die Pflege sollte effektiv, aber sanft sein.
Den Labrador scheren
Ein Labrador sollte normalerweise nicht geschoren werden. Sein Fell schützt ihn vor Kälte, Nässe und auch vor Sonne. Wird das Fell geschoren, kann diese natürliche Schutzfunktion beeinträchtigt werden.

Fellpflege beim Labrador Welpen
Auch Labrador Welpen sollten früh an die Fellpflege gewöhnt werden. In den ersten Monaten geht es weniger darum, große Mengen Fell zu entfernen. Viel wichtiger ist, dass der Welpe lernt, Bürsten, Berührungen und kurze Pflegeeinheiten entspannt zu akzeptieren.
So gewöhnst du deinen Labrador Welpen an die Fellpflege:
- kurze Pflegeeinheiten starten
- ruhig und geduldig bleiben
- sanfte Bürsten verwenden
- mit Lob und Belohnung arbeiten
- Pfoten, Ohren und Körper regelmäßig vorsichtig berühren
Wenn der Labrador schon als Welpe positive Erfahrungen mit Pflege macht, wird die Fellpflege im Erwachsenenalter deutlich einfacher.
Mehr Informationen findest du in unserem Labrador Welpen Guide.
Wann sollte man bei Fellproblemen zum Tierarzt?
Normales Haaren ist beim Labrador kein Problem. Es gibt aber Situationen, in denen ein Tierarzt sinnvoll ist.
Zum Tierarzt solltest du gehen, wenn dein Labrador:
- kahle Stellen bekommt
- sich ständig kratzt
- starke Schuppen hat
- gerötete oder entzündete Haut zeigt
- plötzlich extrem viel Fell verliert
- unangenehm riecht, obwohl er sauber ist
- sich wund leckt
Solche Symptome können auf Parasiten, Allergien, Hautinfektionen, hormonelle Probleme oder andere Erkrankungen hinweisen. Je früher die Ursache gefunden wird, desto besser kann deinem Hund geholfen werden.
Fazit: Regelmäßige Fellpflege hält deinen Labrador gesund
Die Fellpflege beim Labrador ist nicht kompliziert, sollte aber regelmäßig durchgeführt werden. Obwohl Labradore kurzes Fell haben, besitzen sie eine dichte Unterwolle und haaren oft stärker, als viele neue Besitzer erwarten.
Mit regelmäßigem Bürsten, einer passenden Bürste, hochwertiger Ernährung und gelegentlicher Kontrolle von Haut und Fell kannst du viel für die Gesundheit deines Labradors tun.
Besonders während des Fellwechsels lohnt sich tägliches Bürsten. So entfernst du lose Unterwolle, reduzierst Haare im Haus und unterstützt ein gesundes, glänzendes Fell.
Weitere hilfreiche Informationen findest du in unserem Bereich Gesundheit & Pflege beim Labrador sowie im großen Überblick zum Labrador Retriever.
Häufige Fragen zur Fellpflege beim Labrador
Wie oft sollte man einen Labrador bürsten?
Ein Labrador sollte normalerweise ein- bis zweimal pro Woche gebürstet werden. Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein.
Haaren Labradore stark?
Ja, Labradore haaren das ganze Jahr über. Besonders im Frühjahr und Herbst verlieren sie während des Fellwechsels viel Unterwolle.
Welche Bürste ist für Labradore am besten?
Für Labradore eignen sich besonders Gummibürsten, Unterwollbürsten und Fellstriegel. Wichtig ist, dass die Bürste lose Haare entfernt, ohne die Haut zu reizen.
Muss man einen Labrador baden?
Ein Labrador muss nur selten gebadet werden. Baden ist nur nötig, wenn der Hund stark verschmutzt ist oder unangenehm riecht.
Darf man einen Labrador scheren?
Ein Labrador sollte normalerweise nicht geschoren werden. Sein Fell schützt ihn vor Kälte, Nässe und Sonne.
Warum hat mein Labrador stumpfes Fell?
Stumpfes Fell kann durch falsche Ernährung, Hautprobleme, Allergien oder mangelnde Pflege entstehen. Wenn weitere Symptome auftreten, sollte ein Tierarzt die Ursache prüfen.
Wie pflegt man das Fell eines Labrador Welpen?
Bei Labrador Welpen geht es vor allem darum, sie früh und positiv an Bürsten und Berührungen zu gewöhnen. Kurze, ruhige Pflegeeinheiten sind ideal.